flektogon reviews

BABYBLAUE PROG REVIEWS:

Nach gut fünf Jahren Arbeit und zehn Jahre nach ihren Debütalbum bringen Nodo Gordiano ihr zweites Album heraus. „Flektogon“ war schon in Arbeit, als der Band „Alea“ passierte (Hintergründe siehe eben da). Immer noch ist Bassist – und inzwischen Multiinstrumentalist – Andrea de Luca das letzte verbliebene Originalmitglied von Nodo Gordiano (die anderen Musiker vom Debüt der Band bilden inzwischen zum Teil den Kern von Periferia Del Mondo).
Carlo Fattorini – zuständig für alles was kracht, klimpert und für Rhythmus sorgt – war dann schon bei „Alea“ mit dabei, Gesangsgast Silvia Scozzi ist neu und auch Sax- und Flötenspieler Terralavoro ist neu mit dabei. Allerdings scheint Terralavoro im Gegensatz zu Scozzi ein 'richtiges' Bandmitglied zu sein. Seit Anfang 2009 gehört auch ein Gitarrist – Valerio Rasi – zur Band, allerdings ist er auf „Flektogon“ noch nicht zu hören.
Nach der Historie nun zur Musik... für die lange Reifezeit ist „Flektogon“ ein seltsam zerrissen wirkendes Album geworden. Die vier Tracks (oder fünf, je nachdem, wie man das zweigeteilte „ozymandias“ zählen will) scheinen kaum etwas gemeinsam zu haben.
Der Opener „theatro di memoria“ ist ein gediegener Retroprogger mit deutlichem Crimso-Einschlag. Sakrale Chorgesänge leiten den Song ein, der dann ordentlich vor sich hin rockt. Weniger bombastisch, eher filigran-erdig, fast ein bisschen hardrockig, getrieben von wuseliger Percussion-Arbeit.
Hier singt auch Gast Silvia Scozzi ein paar Zeilen, aber die Musik bleibt überwiegend instrumental.